Traumazentrum
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Unfallversorgung im Vinzenz Palotti Hospital

Traumazentrum

Am VPH gewährleistet ein organisiertes, regelmäßig geübtes und nachvollziehbares Unfallmanagement die bestmögliche Versorgung der schwer verletzten Patienten.

Die ständige Anwesenheit von speziell ausgebildeten Unfallchirurgen ist dazu ebenso erforderlich wie die Bereitstellung von kompletten »Unfallteams«. Rund um die Uhr stehen Pflegekräfte, Anästhesisten, Chirurgen, Labor und Mitarbeiter der Röntgenabteilung für Diagnostik und Therapie bereit.

In bestimmten Fällen, zum Beispiel bei Gehirnblutungen, erfolgt eine gezielte Zusammenarbeit oder koordinierte Weiterverlegung mit Notarztwagen oder Rettungshubschrauber in Spezialkliniken, um Unfallverletzte in einer organisierten Rettungskette optimal zu versorgen.

Als Trauma bezeichnet man in der Medizin Verletzungen, die Auswirkungen auf den Gesamtorganismus haben. So können beispielsweise auch kleine Verletzungen zu hohem Blutverlust führen oder Mehrfachverletzungen vorliegen, die in Kombination lebensbedrohend sein können. Bei besonders schweren Fällen spricht man auch von einem Polytrauma. Die häufigsten Ursachen hierfür sind Verkehrsunfälle und Stürze aus großer Höhe.

Die Versorgung dieser meist schwerstverletzten Traumapatienten ist die Kernaufgabe auf dem Gebiet der Unfallchirurgie. Die Zertifizierung zum Regionalen Traumazentrum zeigt, dass die Patienten des Vinzenz Pallotti Hospitals auch im Falle von lebensbedrohenden Ereignissen bestmöglich nach qualitativ hochwertigen, überprüften Standards behandelt werden.

Sobald Notarzt oder Rettungsdienst einen Patienten in lebensbedrohlichem Zustand angemeldet haben, alarmiert der extra eingerichtete Gruppenruf »Traumateam« die diensthabenden Mitarbeiter. Maximal fünf Minuten nach der Information durch die Leitstelle, die den Antransport des Patienten koordiniert, steht das Team im Schockraum bereit: ein Anästhesist mit Pflegekraft, ein Unfallchirurg mit Oberarzt und die Pflegekraft der Ambulanz. Radiologie, OP und Intensivstation werden ebenfalls informiert.

Wenn Sekunden entscheiden, ob der Patient überlebt oder eine Behinderung davonträgt, dann muss jeder Handgriff sitzen. Nachdem die Unfallopfer durch den Rettungsdienst und den Notarzt vor Ort stabilisiert wurden, gelangen sie über die Notaufnahme in den mit allen wichtigen medizinischen Geräten ausgestatteten »Schockraum«. Hier steht alles bereit, was die Mediziner für die Not- und Erstversorgung eines Schwerverletzten benötigen: Beatmungsgerät, mobile Röntgen- und Überwachungsgeräte sowie eine komplette OP-Ausstattung.

Das Team überprüft und sichert zunächst die Vitalfunktionen des Verletzten, versorgt offene Wunden und stillt Blutungen. Beatmungsparameter werden geprüft und mit den Blutwerten des Patienten abgestimmt. Für diese Untersuchungen steht auch das Labor rund um die Uhr zur Verfügung. Bei jedem Patienten werden Thorax und Becken geröntgt, um den Schweregrad der Verletzungen richtig einschätzen zu können.

Den Überblick bei der Patientenversorgung behält immer der »Traumaleader«, er überwacht den Zustand des schwer verletzten Patienten und koordiniert die Behandlung.

»Jeder Patient erhält hier im Schockraum eine standardisierte Diagnostik«, betont Dr. Peter Berberich, Oberarzt in der Abteilung für Unfallchirurgie. So werde etwa immer ein Ultraschall vom Bauchraum gemacht, um auch wirklich innere Verletzungen ausschließen zu können. Ganz wichtig und oft überlebenssichernd sind die kurzen Wege zum Computertomographen. Klinische Studien belegen, dass ein schwer verletzter Patient, der sofort im CT diagnostiziert wurde, höhere Überlebenschancen hat.

»In der ersten Stunde, der sogenannten goldenen Stunde des Schocks, müssen wir Ärzte erkennen, welche Verletzungen vorliegen, dann können wir dem Schwerstverletzten am besten helfen«, so Chefarzt Dr. Georg Westerdorf

»Oberstes Ziel im Schockraum ist ja immer, ein Organversagen zu verhindern oder zu stoppen, ein Kollabieren des Kreislaufs zu verhindern und eine Unterversorgung des Gewebes mit Sauerstoff zu vermeiden. Schließlich geht es bei schwerstverletzten Opfern um das Überleben«, ergänzt Dr. Thorsten Löhr, Chefarzt der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin.

Wie gut das Schockraum-Management funktioniert, konnte im letzten Jahr durch 300 Notfallpatienten bestätigt werden, die hier in lebensbedrohlichen Gesundheitszuständen erfolgreich behandelt wurden. Alle an der Zertifizierung beteiligten Mitarbeiter blicken mit Stolz auf die erbrachte Leistung und die erneute Bestätigung der guten Versorgungsqualität.

Das Vinzenz Pallotti Hospital stellte wieder einmal unter Beweis, dass es als regionaler Versorger mit der Erbringung bestmöglicher Leistungen qualitativ höchste Ansprüche erfüllt.

Haben Sie gewusst ...

... dass jährlich in Deutschland 580000 Menschen registrierte Verletzungen erleiden? ... dass etwa 35000 Menschen pro Jahr an den Folgen schwerer Verletzungen versterben? ... dass das Trauma damit bis zum Alter von 45 Jahren die führende Todesursache ist? ... dass die Kosten direkter und indirekter Unfallfolgen in Deutschland pro Jahr auf etwa 50 Millionen geschätzt werden? ... dass in den ersten 24 Stunden 120 Personen an der Behandlung eines Schwerverletzten beteiligt sind? ... dass auch in fortschrittlichen Industrienationen die Rate an vermeidbaren Todesfällen nach Trauma 5 bis 10 Prozent beträgt? ... dass jährlich 100000 Menschen dauerhafte Behinderungen in Folge eines Unfalls erleiden? ... dass es in Deutschland ein Traumaregister gibt und dieses die weltweit größte Datensammlung von schwer verletzten Patienten ist?