Gänsedaunen aus der Region
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Himmlisch gut schlafen

Gänsedaunen aus der Region

Herr Gouram, seit drei Jahren sind Sie Inhaber und Geschäftsführer der Firma Betten-Sauer in Köln-Brück, Deutschlands ältes­tem Bettenfachgeschäft. Seit 1823 stellt Betten-Sauer als eine von wenigen Firmen in Deutschland alle Daunendecken und Federkissen im eigenen Atelier her. In diesem Zusammenhang haben Sie eine neue Idee entwickelt. Worum geht es hier?
Michael Gouram: Üblicherweise kaufen Einzelhändler ihre Bettwaren in einer Fabrik. Ein kleiner Teil bezieht von Bettfedernfabriken lose Federn und Daunen und füllt Kissen und Decken hiermit selber. Bei TV-Dreharbeiten zum »Haushalts-Check« in unserer Firma kam die Moderatorin Yvonne Willicks auf die Idee, Daunen direkt vom Bauernhof zu erwerben. Eine Kontaktaufnahme zur Familie Trimborn vom Bauerngut Schiefelbusch in Lohmar verlief auf Anhieb erfolgreich. Wir kauften die gesamten verwertbaren Daunen und Federn von 1600 Gänsen auf und umgingen somit den Zwischenhandel.

Zum Thema Nachhaltigkeit: Welche Vorteile ergeben sich aus dieser Kooperation?
An erster Stelle möchten wir hierdurch ein Produkt aus der Region anbieten. So wie der Verbraucher heute auf Nahrungsmittel aus der Region achtet, so wollen wir einen kürzeren Weg für unser Füllmaterial ermöglichen. Das ist gut für die Umwelt, weil Ressourcen eingespart werden und sich Emissionen redu­zieren. Von unserer Firma bis zum Bauerngut sind es nur rund zwanzig Kilometer. Durch den guten und direkten Kontakt zum Lieferanten können wir Lebendrupf zu 100 Prozent ausschließen.

Wie erklärt sich die hohe Qualität der »Bergischen Gänsedaune«?
Die 1600 Gänse der Familie Trim­born werden bereits als kleine gelbe Küken in einem sehr großen Stall mit bestem eiweißhaltigem Futter aufgezogen. Dann geht es auf sieben Hektar große Wiesen mit 4000 Quadratmeter großem Feld mit bestem Futtermais. Durch diese spezielle Haltung entwickeln die Tiere besonders gutes Fleisch, aber vor allem bessere Daunen als Tiere, die nur wenig Freilauf haben und andere Nahrung erhalten.

Wie unterscheiden sich die Daunen vom Bauerngut Schiefelbusch von anderen Daunen?
Durch die geschilderten Umstände entwickeln die Tiere der Familie Trimborn reifere und damit größere Daunen als junge Gänse oder Enten. Die größere Daune ist stabiler und haltbarer als kleine. Hierdurch kann sie mehr Luft speichern. Da nicht die Daune selbst wärmt, sondern die Luft zwischen den Daunen und den kleinen Daunenästchen die Körperwärme isoliert, genügen für eine Winterdecke 800 Gramm Füllung, um warm und kuschelig zu schlafen. Brandneu haben wir eine superleichte Sommerdecke entwickelt mit 250 Gramm »Bergischer Gänsedaune« – ein Traum für heiße Sommernächte. Die »Bergische Gänsedaune« braucht keinen Vergleich zu scheuen mit einer kanadischen oder sibirischen Gänsedaune und hat eine Nutzdauer von über zwanzig Jahren gegenüber einem Billigangebot, welches nur fünf bis zehn Jahre hält. Wenn das nicht nachhaltig ist!

Sie frischen auch Bettwaren auf. Was können Sie uns hierzu sagen?
Als eines der ganz wenigen Spezialgeschäfte in Deutschland waschen wir alle Bettwaren im eigenen Atelier mit Naturseifen und reinigen die Füllungen aller Daunendecken und Federkissen. Ebenso ist das Auffüllen und der Neubezug möglich.

Was sind Ihre nächsten Pläne?
Im Sommer werden wir einen Teil unserer Kunden zu Kaffee und Kuchen auf das Bauerngut Schiefelbusch einladen. Hier können sie an einer Hofbesichtigung unter Führung der Familie Trimborn teilnehmen und sich selbst von der artgerechten Haltung der Gänse, Kühe und Schweinen überzeugen.

Herr Gouram, wir danken Ihnen für dieses interessante Gespräch, wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg beim Verkauf der »Bergischen Gänsedaune« und mit Ihren Kunden einen schönen Nachmittag auf dem Bauerngut Schiefelbusch bei Familie Trimborn.