Physiotherapie bei Post- und Long-Covid-Syndrom
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Jürgen Meier

Physiotherapie bei Post- und Long-Covid-Syndrom

Overath absolviert derzeit Fortbildungen zur Behandlung des Post- und Long-Covid-Syndroms, »je mehr Hintergründe wir kennen, desto besser können wir helfen«, ist sie überzeugt. Als Physiotherapeutin zu arbeiten war ihr großer Traum, seit sie ihr Schülerpraktikum absolvierte. Heute schätzt Overath die Vielseitigkeit des Berufs und die Möglichkeiten der Spezialisierung. Auf die Praxis in Kleineichen wird sie bei einer Fortbildung nach dem Staatsexamen 2019 aufmerksam und stellt fest, »was Meier für sein Team tut, ist in der Branche nicht selbstverständlich«. Weiterbildungen müssen nicht mit Urlaubstagen verrechnet werden, die Kosten trägt der Arbeitgeber. Für Hausbesuche stehen Praxisautos zur Verfügung, es gibt Fahrtkostenzuschüsse, kosten­lose Praxisbekleidung und Altersvorsorge.

Bereits im Herbst wird Overath eine Fortbildung in Reflektorischer Atemtherapie machen, um ihre Spezialkenntnisse weiter zu vertiefen. Für sie gibt es »nichts Schöneres als mitzuerleben, wie es den Patienten allmählich besser geht«.

Dieses Gefühl kennt und teilt Diksha Rani, ebenfalls neu im 16-köpfigen Therapeuten-Team von Meier. Rani ist studierte Physiotherapeutin und lebte bis vor Kurzem mit Mann und Sohn in der Nähe von Neu-Delhi. »Fachkräfte wie du werden in Deutschland gesucht«, bestärkte sie ihr Bruder, der seit Jahren in Stuttgart zu Hause ist. »Die Idee ist nicht mehr aus meinem Herzen gegangen«, erinnert sich Rani. Bei der Suche nach einer Arbeitsstelle landet sie auf der Internetseite von Meier. »Das war Schicksal«, findet sie und fügt hinzu, »für mich ist er wie ein Engel.« Obwohl sich schnell herausstellt, dass es viele Hürden zu überwinden gilt, sagt Meier einen Hospitationsplatz zu und unterstützt Rani auch dann noch, als klar ist, dass sie eine weitere Prüfung ablegen muss. Auch beim geplan­ten Nachzug der Familie hilft er. »Die vielen Formulare, Vorschriften und Fristen – das hätte ich alleine nicht geschafft«, weiß Rani, die im Herbst ihr Staatsexamen ablegen und im Rahmen ihrer Nachqualifizierung bereits ab Sommer in der Praxis arbeiten wird. »Viele Behandlungsansätze sind ähnlich«, so ihre Erfahrung, »aber das Gespräch mit den Patienten und die Terminologie in Deutsch sind mir sehr wichtig.« Ihr Interesse gilt neurologischen Themen, in Indien hat sie Schlaganfallpatienten betreut und Spezialkenntnisse als PNF-, Manual- und Bobath-Therapeutin. (Petra Stoll-Hennen)