Den Körper sanft mobilisieren
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Manuelle Therapie

Den Körper sanft mobilisieren

Mit Christian Finke und Zdenka Höveler hat die Physiotherapie-Praxis Jürgen Meier zwei weitere Spezialisten, die eine zweijährige Ausbildung mit dem Examen in Manueller Therapie erfolgreich abgeschlossen haben.

»Die Manuelle Therapie ist eine Kassenleistung und hat ähnlich wie die Osteopathie einen ganzheitlichen Ansatz«, erklärt Finke. Zu Beginn der Behandlung erfolgt eine ausführliche Anamnese. »Wir betrachten nicht nur die konkreten Beschwerden, sondern auch biosoziale Faktoren wie Stress, Schlafprobleme, Arbeits- und famili­äre Belastungssituationen«, konkreti­siert Zdenka Höveler. Andere Ursachen wie zum Beispiel ein akutes Trauma oder ein Bandscheibenvorfall werden vor dem Behandlungsstart ausgeschlossen.

Die Manuelle Therapie nutzt ein mehrdimensionales Modell, in dem mithilfe bestimmter Diagnostikmethoden Funktionsstörungen am Bewegungsapparat untersucht werden, um diese gezielt zu behandeln. Dabei arbeiten die Therapeuten ausschließlich mit den Händen. »Für den Patienten fühlt es sich wie ein Dehnen, Drücken oder Ziehen an«, erläutert Höveler, »dahinter verbergen sich jedoch punk­t­ge­naue Griffe und manuelle Techniken.«

Praktische Erfahrungen zeigen, dass die eingeschränkte Beweglich­keit eines Gelenkes nicht unbedingt in der Gelenkstruktur selbst begründet sein muss, sondern auch von einer Verhärtung der Muskulatur herrühren kann, die auf das Gelenk wirkt. »In diesem Fall wenden wir in der sogenannten Weichteilbehandlung verschiedene Entspannungs- und Dehntechni­ken an, mit denen wir die Muskulatur verlängern können, sodass sie sich dem eigentlich möglichen Gelenk­spiel wieder geschmeidig anpasst«, beschreibt Finke. Liegt die Einschränkung im Gelenk selbst, werden die beiden Gelenkpartner osteokinematisch so bewegt , dass sich der Druck und damit der Gelenkschmerz nachhaltig verringert.

»Grundsätzlich kann die Manuelle Therapie bei chronischen und akuten Beschwerden vom Kiefer bis zur Zehe angewendet werden«, bekräftigt Höveler. Auch während der Behandlung bleiben sie und ihr Kollege immer im Gespräch mit dem Patienten. »So können wir die Regeneration und Verbesserung der Beschwerden optimal fördern.« Sie begleiten ihre Patienten auch dabei, wieder selbst aktiv zu werden. »Das ist ein wesentlicher Baustein in der Manuellen Therapie, der den Behandlungserfolg maßgeblich mitbestimmt«, betont Finke. Patienten profitieren von Kraft- und Koordinationsübungen, die auch online über das Institut für angewandte Manuelle Therapie angeboten werden. »Mit den eigenen Händen helfen zu können, ist ein unglaublich schönes Gefühl«, sind sich Höveler und Finke einig. Petra Stoll-Hennen