Digitaler Zahnabdruck
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Schnell – präzise – angenehm

Digitaler Zahnabdruck

Wie funktioniert ein digitaler Zahnabdruck?

Auf dem Weg zur Zahnspange brauchen wir einen Abdruck des Gebisses. Die herkömmliche Methode, bei der der Patient einen Abformlöffel mit Paste in den Mund bekommt, gehört dabei zu den eher unbeliebten Arbeitsschritten. Der Vorgang dauert circa 20 Minuten. Nach diesem Negativabdruck fertigt das Labor dann ein Gipsmodell an, welches für die Diagnose und weitere kieferorthopädische Behandlungsschritte benötigt wird. Eine langwierige Prozedur.

Der digitale Zahnabdruck dagegen
dauert nur wenige Minuten. Bei dem computergestützten Verfahren gleitet ein kleiner Kamerakopf berührungsfrei über die Zähne und scannt entweder einzelne Partien oder das gesamte Gebiss. Gleichzeitig baut sich auf einem Bildschirm ein virtuelles 3-D-Modell der Zähne auf. Das Ergebnis kann zur weiteren Bearbeitung sofort elektronisch verschlüsselt an das entsprechende Zahnlabor übermittelt werden. Für den Patienten ist das äußerst komfortabel: kein Würgereiz, keine Beklemmungen, frei von Strahlung und Nebenwirkungen.

Abgesehen vom höheren Komfort, welche Vorteile gegenüber der herkömmlichen Methode hat der digitale Abdruck noch?

Er ist gegenüber dem Löffelabdruck sehr viel präziser und Präzision ist für die Behandlung wichtig. Ich kann das Ergebnis direkt überprüfen und mögliche Fehler sofort korrigieren. Das geht bei der herkömmlichen Abformmethode nicht. Wenn dort Fehler auftauchen, müssen Abdrücke wiederholt werden, nicht schön für den Patienten. Durch die elektronische Datenübermittlung sind auch die Prozesse wesentlich schneller. Und auch nicht unwichtig: Der digitale Zahnabdruck entlastet die Umwelt. Denn durch die präzise digitale Fertigung gibt es so gut wie keine Passungenauigkeiten. Das senkt den Materialverbrauch und den Abfall.

Wann kann der Zahnabdruck digital ausgeführt werden?
Grundsätzlich kann jeder benötigte Zahnabdruck digital erstellt werden, sofern der Zahnarzt dazu die notwendige technische Ausstattung und das Know-how besitzt

Die Präzision des Verfahrens bietet aber nicht nur Vorteile bei der Herstellung von Zahnspangen, sie hat auch Vorteile bei Implantaten, Kronen und Brücken. Hier können aufgrund der Genauigkeit einzelne Korrekturschritte entfallen

Wer übernimmt die Kosten eines digitalen Scans?
Die Kosten werden leider noch nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Auf Dauer aber wird sicher der digitale Abdruck das herkömmliche Verfahren komplett erset zen, zumal es nicht teurer ist

Den richtigen Arzt finden

Nicht jeder Zahnarzt, der kieferorthopädische Behandlungen anbietet, ist auch Kieferorthopäde. Diesen Titel darf nur tragen, wer eine mindestens drei jährige, ganztägige Weiterbildung und Prüfung im Fachgebiet Kieferorthopädie abgeschlossen hat. Diese Spezialausbildung muss in einer kieferorthopädischen Fachpraxis und in einer kiefer orthopädischen Universitätsklinik erfolgen. Im Gegensatz dazu kann jeder Zahnarzt den Titel Master of Science für Kieferorthopädie nebenberuflich zum Beispiel an einer österreichischen Akademie in 45 Tagen erwerben. Auch ein Mindestarbeitsjahr an einer Universitätsklinik ist hier nicht erforderlich. Für den beliebten Zusatz auf dem Praxisschild Tätigkeitsschwerpunkt Kieferorthopädie ist keine Ausbildung mit abschließender Prüfung notwendig. Fragen Sie vor Behandlungsbeginn Ihren Arzt!