Aligner-Therapie nur beim Facharzt
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Dr. Peter Schicker

Aligner-Therapie nur beim Facharzt

Welchen Stellenwert hat die Aligner-Technik in Ihrer Praxis?
Dr. Schicker: Die Korrektur von Zahnfehlstellungen mit einer Serie von unsichtbaren, individuell angefertigten Schienen hat sich zu einem wichtigen Therapiebereich bei uns entwickelt, vor allem auch in der Behandlung von Erwachsenen. Die Methode ist relativ schnell, sehr effektiv und angenehm. Das Umfeld wird wahrscheinlich gar nicht bemerken, dass der Patient sich gerade einer kieferorthopädischen Behandlung unterzieht.

Wie sieht die Behandlung genau aus?
Mittels 3D-Scan entwickele ich, ausgehend vom Ist-Zustand der Zähne, einen virtuellen Behandlungsplan, der schrittweise die zu erwartende Zahnbewegung im Lauf der Therapie simuliert. So sieht der Patient schon im Voraus, wie seine Zähne nach Abschluss der Behandlung ausse­hen können. Auf Grundlage des Scans werden dann individuelle Schienen nach Maß gefertigt. Da Aligners nur kleinste Zahnbewegungen produzieren, wird für jeden Patienten eine ganze Serie von Zahn­spangen hergestellt. Jede Schiene ver­schiebt die Zähne ein Stückchen wei­ter in Richtung Endposition. Wir kon­trol­lieren dabei regelmäßig, ob sich die Zähne auf die gewünschte Art und Weise bewegen.

Welche Erfahrung braucht es für ein solches System?
Obwohl die Aligner-Methode technisch sehr ausgereift ist, auch weil die Abläufe durchdigitalisiert sind, muss die Behandlung unbedingt von einem erfahrenen Kieferorthopäden durchgeführt werden. Digitalisierung plus Aligner ergeben eben noch lange keine gute Behandlung. Es geht um 28 Zähne und vier Dimensionen, da ist die Vorstellungskraft des Therapeuten gefragt, weil selbst ein leichtes Bewegen der Zähne Auswirkun­gen auf die Kiefergelenke hat. Das Aligner-System macht nur das, was der Therapeut vorgibt, und ist deshalb erheblich komplexer in der Planung als zum Beispiel feste Zahnspangen. Die exakte Planung wiederum bestimmt das Endergebnis. Wenn hier Fehler gemacht werden, gibt es später Probleme. Die Zähne werden nicht gera­de oder können gar Schaden nehmen.

In der Werbung wird oft suggeriert, dass der Patient die Schienen online bestellen und dann die Behandlung quasi nach dem DIY-Prinzip selbst durchführen kann. Ein gefährlicher Trugschluss. Nochmals: Die Methode ist nur so gut wie der Kieferorthopäde, der sie anwendet. Unsere Praxis hat da mittlerweile den Diamond-Apex-Status erreicht. Wir gehören also zu jenem einen Prozent mit den größten Erfahrungen auf diesem Gebiet in Europa, Afrika und West-Asien. Ich führe selber regelmäßig Fort- und Weiterbildungen für Kollegen durch und behandele weit über 300 Patienten mit den transparenten Schienen im Jahr. Es gilt hier wie überall in der Medizin: Die fundierte Ausbildung und die Erfahrung des Arztes sind wichtig für einen nachhaltigen Erfolg.