Digital und zukunftsorientiert
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Dr. Peter Schicker

Digital und zukunftsorientiert

Die Digitalisierung ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Auch in Ihrer Praxis sind lange schon digitale Workflows etabliert. Wie sehr bestimmen sie heute das Tagesgeschäft?
Dr. Schicker: Die moderne Kieferorthopädie, der wir uns verschrieben fühlen, ist ohne technische Innovationen kaum denk­bar. Wir arbeiten beispielsweise längst mit 3-D-Scannern der neuesten Generation. Heißt auch, dass bei uns eigentlich keiner mehr auf den Silicon-Löffel beißen muss, damit wir einen Abdruck seiner Zähne erhalten. Also Ende des Würgereizes bei den Patienten. Schon bei der ersten Beratung des Patienten kann ich die Zahnreihen abscannen, eine 3-D-Digitalplanung erstellen, verschiedene Therapieergebnisse durchspielen und mit dem Patienten darüber diskutieren. Schließlich soll er ja am Ende mit einem funktionellen und ästhetischen Optimum belohnt werden. Die Daten der digitalen Abformung können wir zudem optimal in den Arbeitsprozess zur Alignerherstellung einbinden. Zusammenfassend ist zu sagen: Digitale Behandlungsplanung, digitale Abfor­mung und CAD/CAM-unterstützte Herstellung von Behandlungsgeräten und Retainern gehören zu unserem Alltag. Wir bekommen schnellere und präzisere Ergebnisse bei gleichzeitiger Minimierung von Fehlerquellen. Und das ist gut für den Patienten.

Hat die Corona-Pandemie die Digitalisierung weiter vorangetrieben, auch weil Kontakte reduziert werden mussten?
Auf jeden Fall. Wir nutzen jetzt vermehrt digitale Sprechstunden, um beispielsweise Verlaufskontrollen, sogenanntes Monitoring, bei den Patienten zu machen. Der Patient braucht dazu einen PC, ein Tablet oder Smartphone und eine spezielle App. Digital kann ich dann von meinem Standort aus die Behandlung kontrollieren, auch wenn der Patient bei sich zu Hause ist. So lässt sich auch die Mitarbeit vor allem der jugendlichen Patienten fördern und die Behandlungszeit optimieren. Man kann sagen, überall dort, wo aus therapeutischer Sicht kein persönlicher Kontakt erforderlich ist, kann man mit digitalem Monitoring oder einer Videosprechstunde arbeiten. Das Ganze ist eine Superergänzung, aber kein Ersatz für den persönlichen Kontakt, zumal das bei Patienten mit fester Spange nicht möglich ist.

Kann auch der Patient digital mit Ihrer Praxis kommunizieren?
Wir nutzen natürlich alle uns zur Verfügung stehenden digitalen Informationskanäle für eine bequeme, zügige und individuelle Kommunikation mit dem Patienten. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass der Patient zu jeder Tageszeit Termine bequem online buchen oder verschieben kann. Ein anderes Beispiel: Auf unserer Webseite können Patienten ihren Anamnesebogen online von zu Hause aus ausfüllen und datensicher direkt an unsere Praxis senden.